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Dorfgeschichten aus Crupet

 

Der Stamm der Marienlinde

In der Dorfmitte von Crupet breitet eine Linde ihre knotigen Äste aus. Wer den Stamm der Marienlinde berührt, erhält den Segen der Muttergottes, um für die Begegnung mit dem in Beton gegossenen Leibhaftigen gewappnet zu sein. Geliefert wurde die Satansfigur Anno 1900 aus einer Spezialwerkstatt im französischen Vaucouleurs, die seinerzeit den tiefkatholischen Condroz mit lebensgroßen Heiligenfiguren versorgte. Der Teufel hat in Crupet kein leichtes Spiel. Heilige und Engel stellen sich dem blutrot lackierten Herrn der Finsternis entgegen. Die dramatische Inszenierung gehört zum Lebenswerk des in den 1930er Jahren im biblischen Alter von zweiundneunzig Jahren verstorbenen Dorfpfarrers Gérard. Nach seinem Ableben ließ die Gemeinde ein lebensgroßes Standbild ihres Seelenhirten vor der Grotte aufstellen. Pfarrer Gérard bietet seidem bis in alle Ewigkeit dem Teufel Paroli.


© OPT / S. Hauwaert /© OPT / J.L.Flémal /© OPT / J.L.Flémal

Schauplatz eines sonderbaren Krieges

Die "Route de la Guerre de la Vache" führt am Dorf vorbei. Der Kuhkrieg, dessen Schauplätzen die ausgeschilderte Route folgt, entzündete sich 1273 an einem gestohlenen Rindvieh, währte zwei Jahre und legte bis zum Friedensschluss an die sechzig Dörfer in Schutt und Asche.