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Städte und Sehenswürdigkeiten entlang der Route Napoleon in der Wallonie


Die Route Napoléon, die quer durch die Wallonie führt, folgt der letzten Marschrute des Kaisers Napoleon. Entlang der Strecke gibt es historische Städte und Dörfer mit einem reichen architektonischen, kulturellen und landschaftlichen Erbe zu entdecken.

Weitere Highlights und lohnende Stationen sind die drei Stätten, die Teil des UNESCO-Weltkulturerbes sind.

 

Hestrud: Das Tor in die Wallonie für Napoleon

Hier in dem kleinen Dorf an der französisch-belgischen Grenze, dem Ort in dem Napoleon über eine winzige Brücke nach Belgien gelangte, macht der französische Kaiser eine ungewöhnliche Begegnung, die als historische Anekdote in die Geschichte eingeht.

Hestrud, das mit seiner Hanglage das Tal der Thure überragt, ist ein beschauliches Dorf an der französischen Grenze. Es liegt auf halbem Wege zwischen Avesnes und Beaumont. Eine der Besonderheiten des Dorfs ist eine kleine Brücke, die sich über den durch das Hestrud fließenden Bach spannt. In die Geschichte eingegangen ist eine historische Begegnung des Kaisers Napoleon mit einem besonders kühnen jungen Dorfbewohner.

Ein kleiner Gedenkstein am Ufer des Baches erinnert an diese ungewöhnliche Begegnung am 14. Juni 1815, als Napoleon eine Pause machte, um sein Pferd zu tränken. Der Kaiser, der gerne von sich reden machte, traf hier einen jungen Mann aus der Gegend, einen gewissen Cyprien-Joseph Charlet, von dem er wissen wollte, was dieser über seine Person wisse.

Der selbstbewusste Bengel gab Napoleon zu verstehen, dass er sehr wohl wisse, mit wem er es zu tun hatte, und sprach zu ihm: "Ihr glaubt der Sieg folge Euch stets auf dem Fuße, doch Euer Erfolg wird von dannen ziehen, wie das Wasser dieses Bächleins. Ich an Eurer Stelle bliebe zu Hause, da Euer Stern schon morgen sinken wird."

 

Beaumont: Biwak am Fuße des Tour Salamandre

So manch feindliches Heer fiel über Beaumont nach Belgien ein. Noch heute findet man Spuren von mittelalterlichen Befestigungsanlagen. Napoleons Truppen schlugen hier am 14. Juni 1815 hier ihr erstes Biwak auf.

Das Städtchen Beaumont befindet sich 8 km von Hestrud entfernt. Man findet hier noch heute zahlreiche Spuren der ehemaligen Befestigungsanlagen, darunter auch der 34 Meter hohe Tour Salamandre aus dem 11. Jahrhundert, in dem heute ein kleines Heimatmuseum untergebracht ist.

Hier am Fuße desTour Salamandre schlug ein Teil der französischen Truppen am 14. Juni 1815 ein erstes Biwak auf. Der Kaiser verbrachte die Nacht in dem am Marktplatz gelegenen Herrenhaus von Maurice Gabriel Joseph Riquet de Caraman, Prinz von Chimay…

Untergebracht in einem Zimmer im ersten Stockwerk, dem einzigen, das über einen Balkon verfügte, empfing Napoleon Bonaparte eine gewisse Madame Leporcq, die eine kleine Poststation unterhielt, um von ihr Informationen über den Zustand der Wege und Straßen zu erhalten, die nach führten. An diesen Aufenthalt erinnert heute eine mit dem kaiserlichen Adler geschmückte Gedenktafel, die an der Fassade des Anwesens prangt. Heute befindet sich hier eine höhere Schule.


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Das wallonische Seengebiet "Lacs de l’Eau d’Heure":

16 km südöstlich von Beaument bilden die fünf Seen das größte zusammenhängende Seen- und Wassersportgebiet Belgiens.

Das touristisch attraktive Seengebiet, mit 70 km Uferfläche, bietet zahlreiche Wassersportmöglichkeiten: Segeln, Kanufahren, Tauchen, Wasserski, Aquagolf, während die 1200 Hektar Wald- und Wiesenflächen an Land zu Radtouren und ausgedehnten Wanderungen einladen.  

Die Talsperre "Plate Taille" verfügt über ein Informationszentrum, das einen interessanten Einblick in die Funktionsweise dieser beeindruckenden Anlage gibt und zahlreiche Ideen und Freizeitmöglichkeiten im Seengebiet aufzeigt.


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Lacs de l'Eau d'Heure - das größte zusammenhängende Seengebiet Belgiens (BOUSSU-LEZ-WALCOURT)

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Lacs de l'Eau d'Heure - das größte zusammenhängende Seengebiet Belgiens
© Les Lacs de l'Eau d'Heure

Das größte Seengebiet Belgiens - ein herrliches Fleckchen geschützter Natur...

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Château du Fosteau: Hauptquartier des Generals Reille

In diesem stattlichen Anwesen aus dem 14. Jahrhundert schlug der General Reille, Chef des 2. Napoleonischen Armeekorps, am 15. Juni 1815 sein Hauptquartier auf. Heute sind hier mehrere kleine Museen untergebracht.

Das Château du Fosteau bildet ein massives Burgensemble aus dem 14. Jahrhundert, das sich um einen großen, polygonalen Hof mit sieben Türme herum anordnet. Eingefasst wird die Burg von heute trockengelegten Wassergräben. Das Interieur ist elegant, teils im Stile der Epoche, teils aber auch modern möbliert und kann nach vorheriger Reservierung in der Gruppe besichtigt werden.

Besichtigt werden können die französischen Gärten, ein Apothekenmuseum und das Zimmer, in dem General Reille, Chef des 2. Napoleonischen Armeekorps, am 15. Juni 1815 die Nacht verbrachte.


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Biercée : Die Schnapsbrennerei, die Mandarinenlikör fertigt... Napoleons Lieblingsgetränk

Die Schnapsbrennerei Biercée, niedergelassen in einem majestätischen Bauernhof mit quadratischer Architektu, produziert verschiedene Schnäpse, Liköre und Obstwasser, darunter auch den berühmten Mandarinenlikör "Napoléon".

Das Dorf Ragnies, das nur wenige Minuten von Thuin entfernt liegt, wurde als ausgezeichnet. Hier befindet sich die einzige belgische Schnaps- und Obstbrennerei.

Eingerahmt wird sie von der Ferme de la Cour, einem schönen, wunderbar restaurierten Bauernhof mit quadratischer Architektur aus dem 14. Jahrhundert, dessen Bergfried noch erhalten ist. Es handelt sich um die Überreste des früheren mittelalterlichen Gerichtshofes der Abtei Abbaye de Lobbes, der die Gerichtsentscheidungen und die Verurteilungen von Straftaten festlegte.

Die Distillerie de Biercée produziert die berühmten Obstwasser„Eau de Villée“, „P’tit Péket“, „Poire William n°1“ und seit kurzem auch den Likör „Mandarine Napoléon“, in Erinnerung an Napoleon, der gerne Cognac mit Mandarinensaft vermischte.

Es war ein belgischer Chemiker, der nach zahlreichen Versuchen Ende des 19. Jahrhunderts das Erfolgsrezept für den Likör Mandarine Napoléon zu komponieren, den er 1892 gemeinsam mit der Familie Fourcroy in den Handel brachte. Heute wird er in mehr als Hundert Länder auf der ganzen Welt exportiert und belegt in der weltweiten Verkaufsrangliste der Liköre den 15. Platz.


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Thuin: Zwei Kleinode des UNESCO-Weltkulturerbes

Als eine der ältesten Städte der Region hat Thuin und sie darf gleich 2 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommene Besonderheiten ihr eigen nennen: Den Belfried und die Prozession zu Ehren des Heiligen Rochus.

liegt 16 Kilometer von Beaumont entfernt, etwas abseits von der Straße, durch die auch Napoleon zog, und ist unbedingt einen Abstecher wert: Sie darf gleich 2 von der in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommene Besonderheiten ihr eigen nennen: den 60 Meter hohen Belfried aus dem 17. Jahrhundert und die religiöse und volkstümliche Prozession zu Ehren des Heiligen Rochus, die aus der gleichen Zeit stammt.

In der Region um Thuin findet man zahlreiche Klöster und Schlösser, ein Binnenschifffahrtsmuseum und ein Straßenbahnmuseum sowie atemberaubend schöne Landschaften, wie z.B. die Hängenden Gärten .

Und obwohl Napoleon sich hier niemals aufgehalten hat, wurde Thuin am Vormittag des 15. Juni 1815 zum Schauplatz von Gefechten zwischen den französischen und den preußischen Truppen.


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Jamioulx: Napoleons Versprechen

Das hübsche Dorf Jamiloulx lag am 15. Juni 1815 auf der Marschroute der Truppen unter Napoleons Befehl. Letzterer versprach dem Dorfpriester, ihn zum Bischof zu machen. 

An der Straße in Richtung Charleroi, vorbei an Ham-sur-Heure und den umliegenden Weilern, erhebt sich das Dorf Jamioulx mit seiner kleinen neoromanische Kirche Saint-André und dem alten von Mauern umgebene Friedhof.

Im hinteren Teil des Friedhofs liegt direkt am Fuße der Mauer Jean-Nicolas Jénicot begraben, der das Amt des Dorfpriesters innehatte, als der Kaiser im Dorf vorüberzog. Er hatte Napoleon erkannt, als dieser sein Pferd tränkte. Er sprach mit Napoleon und bot ihm ein Glas seines Lieblingsweines Chambertin an. Sie kamen ins Gespräch und der Kaiser war von der Intelligenz dieses Dorfpriesters derart beeindruckt, dass er diesen bat, seinen Namen in sein Notizbuch zu schreiben, bevor sich ihre Wege trennten. Eigenhändig fügte er eine Notiz hinzu, dass er diesen Dorfpriester wohl am besten zum künftigen Bischof von Tournai ernennen sollte.

Die Niederlage bei der Schlacht von Waterloo setzte diesen Plänen allerdings schon bald darauf ein jähes Ende.

Charleroi: Napoleon und die Kohlenbergwerke

Als UNESCO-Weltkulturerbe gibt die ehemalige Anlage Bois du Cazier einen faszinierenden Einblick in die Bergbauvergangenheit der Region und erinnert gleichzeitig an eines der größten Grubenunglücke der belgischen Geschichte. Interessantes Detail: Die Bergwerke konnten sich dank eines kaiserlichen Dekrets entwickeln.

Strategisch günstig am Ufer der Sambre gelegen und im 17. Jahrhundert durch die Regierung von Karl II. von Spanien in eine Festung umgewandelt, um der Expansionswut Ludwig des 14. Einhalt zu gebieten, hat im Laufe der Jahrhunderte unzählige Truppen vorüberziehen sehen.

Am 15. Juni 1815 muss die gesamte napoleonische Armme die Sambre durchqueren. Das Manöver wurde zwar gut geplant, dennoch nimmt es mehr als einen Tag in Anspruch. Um den Überblick zu behalten stellt sich Napoleon vor der Schenke Cabaret de la Belle-Vue am Fuße der Ruinen der ehemaligen Festungsmauern auf. Man beschreibt ihn nachdenklich und apathisch, so dass die Schenke im Nachhinein als "Auberge de la somnolence" (dt. die Herberge der Schläfrigkeit) in die Geschichte eingeht.

Napoleon schlägt anschließend im Château Puissant (das es heute nicht mehr gibt) sein Nachlager auf, wo einige Stunden zuvor noch der preußische General Zieten höchstpersönlich abgestiegen war! Er erfährt, dass hier in unmittelbarer Nähe ein ehemaliger Soldat der Grande Armée wohnt, ein gewisser Joseph Thévernier. Und da der Kaiser einen ortskenntlichen Führer benötigt, lässt er ihn vorladen, um von ihm topographische Informationen zu erhalten. Mit diesem treuen Gefolgsmann bricht Napoleon im Morgengrauen in Richtung Fleurus... zu seiner letzten siegreichten Schlacht auf.

Die Kohlenbergwerke

Von dem Charleroi, das der Kaiser einst durchquerte, ist nicht viel übrig geblieben. Die Stadt wurde durch die industrielle Revolution Ende des 19. Jahrhunderts bis Mitte des 20. Jahrhunderts komplett umgestaltet und war in jene Zeit eine der treibenden wirtschaftlichen Kräfte Belgiens. Auch Napoleon ist an dieser Tatsache nicht ganz unschuldig, denn durch das kaiserliche Dekret vom 21. April 1810 regelte er die Bodennutzung, wodurch die Entstehung großer Kohlenbergwerke, darunter die Anlagen rund um Charleroi, begünstigt wurde. 

Die Stadt hat bis heute eine Reihe von Zeugnissen und Erinnerungen an diese reiche industriellen Vergangenheit bewahrt, darunter die ehemalige Bergwerkanlage Bois du Cazier, in Marcinelle, die heute Teil des ist. Neben einem Glas- und Industriemuseum gibt es hier auch einen faszinierenden Einblick in die Arbeit der Bergleute untertage. Gleichzeitig wird eines der größten Grubenunglücke aller Zeiten gedacht, bei dem am 8. August 1956 262 Bergleute ihr Leben ließen.

Einige Kilometer von der Anlage Bois du Cazier entfernt, in einem ehemaligen neogotischen Karmeliterkloster, im Herzen von Mont-sur-Marchienne birgt das FOTOGRAFIE-MUSEUM eine der größten Fotosammlungen Europas. Hier finden regelmäßig wechselnde, hochkarätige Ausstellungen statt.

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Das ehemalige Kohlebergwerk Bois du Cazier (MARCINELLE)

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Das ehemalige Kohlebergwerk Bois du Cazier
© WBT / Alessandra Petrosino

Die ehemalige Zeche Bois du Cazier im Süden von Charleroi ist ein bemerkenswertes architektonisches Ensemble, das zum Museum umfunktioniert wurde....

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Fotografie-Museum bei Charleroi (MONT-SUR-MARCHIENNE)

Fotografie-Museum bei Charleroi
© WBT - Denis Erroyaux

Das Fotografie-Museum Charleroi auf 6000 Quadratmetern Ausstellungsfläche mit mehr als 80 000 Fotografien und 3 Millionen verwahrten Negativen ist eines der größten und...

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Fleurus: Die Stadt der drei französischen Siege

Fleurus, gelegen zwischen Namur und Charleroi,  wurde zum Schauplatz von drei großen Schlachten. Drei Siege der Franzosen! 

Ein kleines Denkmal am Fuße der alten, historischen Mühle erinnert an die drei militärischen Siege, die die Franzosen hier in der kleinen Stadt Fleurus im Laufe der Geschichte errungen haben: die siegreiche Schlacht vom 1. Juli 1690, als die französischen Truppen des Marschalls von Luxemburg einer aus praktisch dem gesamten restlichen Europa bestehenden Koalition gegenüberstanden; der etwas bekanntere Sieg vom 26. Juni 1794, als die französische Revolutionsarmee hier die holländisch–österreichische Koalitionsarmee besiegte, sowie  der Triumph vom 16. Juni 1815, zwei Tage vor der Schlacht von Waterloo. Wenigstens ein Teil dieser Schlacht wurde auf dem Stadtgebiet von Fleurus ausgetragen, da sich die Schlacht von Fleurus/Ligny auf verschiedenen Schlachtfeldern zutrug.

Das Städtchen Fleurus liegt 14 Kilometer nordöstlich von Charleroi, wo noch bis heute Gebäude erhalten geblieben sind, die einst Zeugen dieser letzten Schlacht wurden. So z.B. die Mühle Moulin Naveau, in der Napoleon sich aufhielt, um die Topographie des Geländes zu studieren; das Schloss Zualart, in dem Napoleons Generalstab unterkam; die Kirche Saint-Victor, die als Krankenhaus diente, und das Château de la Paix an der Adresse 61 Chemin de Mons, in dem Napoleon übernachtete. Heute ist es Gemeindeeigentum. Pünktlich zum Gedenkjahr 2015 soll hier Napoleons Schlafgemach originalgetreu hergerichtet werden.

 

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Ligny: Napoleons letzter Sieg

Der Name Ligny taucht immer wieder auf den Denkmälern zu Ehren der großen Triumphe Napoleons auf, z.B. auf dem Pariser Arc de Triomphe und dem Denkmal auf den Höhen von Ajaccio. Das kleine Dorf in der Provinz Namur wurde am 16. Juni 1815 zum Schauplatz des letzten Sieges Napoleons.

 

Die Schlachten am 16. Juni 1815 trugen sich auf dem Boden von Fleurus, Balâtren, Wagnelée und Saint-Amand zu, doch aus unbekannten Gründen ging nur der Name des Dorfes Ligny in die Geschichte ein. Wie dem auch sei, das Dorf, das heute zu Sombreffe gehört, hat in einem Bauernhof, der auch in die Schlacht verwickelt war, ein Museum eingerichtet, das eine umfangreiche Waffen- und Militärsammlung birgt.

Die Schlacht von Ligny/Fleurus war in der Tat mehr als ein Nebenschauplatz. An den Kampfhandlungen beteiligt waren ebenso viele Soldaten wie bei der Schlacht von Austerlitz.

Ein Teil der napoleonischen Truppen stand den preussischen Truppen unter Blücher gegenüber. Die Schlacht zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Zähheit, die bis zur Erschöpfung reicht, was ein Grund für die hohen Opferzahlen war. Letztendlich endete die Schlacht mit einem französischen Teilsieg. Die preußische Armee, die durch die französischen Truppen arg in Bedrängnis geriet, hatte fast 20 000 Männer zu beklagen, und zog sich in Richtung Wavre zurück - und nicht etwa in Richtung Namur... wo sie endgültig aus den Kampfeshandlungen ausgeschieden wäre.

Diese Entscheidung auf preußischer Seit beeinflusste den Sommerfeldzug Napoleons dergestalt, dass der Kaiser die 30 000 Mann starken Truppen unter Marschall Grouchy dafür abstellt, die Verfolgung der Preußen aufzunehmen.


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A.  Abtei von Villers-la-Ville: Die schönsten Ruinen der Zisterzienserbaukunst in Europa!


Am Rande der wallonischen Route Napoleons erheben sich die Ruinen der Zisterzienserabtei von Villers-la-Ville und bilden einen zauberhaften Rahmen, der zahlreiche Schriftsteller inspirierte. Darunter uner anderem den Franzosen Victor Hugo.

Nur wenige Meter von der Straße entfernt, durch  die auch die Truppen Napoleons zogen, erhebt sich eines der wichtigsten Baudenkmäler der Wallonie, das unbedingt einen Abstecher wert ist: die Ruinen der Abtei Villers-la-Ville . Die Zisterzienserabtei wurde im Jahre 1147 durch den Heiligen Bernhard gegründet. Ihre spirituelle Glanzzeit erlebte die Abtei im 13. Jahrhundert, als sie bis zu hundert Zisterziensermönche und dreihundert Konversen beherbergte. Während der Französischen Revolution wurde sie dann als Nationalgut an einen Materialhändler verkauft, womit ihre Zerstörung begann. Die verbleibenden Ruinen zeugen immer noch von der Größe und der Pracht dieser Abtei.

Es handelt sich hier zweifelsohne um eine der schönsten Ruinen der Zisterzienserbaukunst in Europa, die viele romantische Schriftsteller inspirierte. Einer von ihnen ist Victor Hugo, der diesen Rahmen für so manche Beschreibung in seinem Roman „Les Misérables“ wählte.

Im Sommer finden hier Theateraufführungen, Freiluftkonzerte und historische Veranstaltungen statt. Die Atmosphäre ist geradezu magisch. Ein idyllischer Garten mit Heilpflanzen gibt einen faszinierenden Einblicke in die Geschichte der Pharmazie. Die angebotenen Führungen zu verschiedenen Themenbereichen sind absolut empfehlenswert.

 


 

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Abtei Villers-la-Ville / Neues Besucherzentrum (VILLERS-LA-VILLE)

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Abtei Villers-la-Ville / Neues Besucherzentrum
© SPW-Patrimoine - G. Focant

Die majestätischen Ruinen der Zisterzienserabtei von Villers, im Jahre 1146 auf Betreiben des Heiligen Bernhard gegründet, zählen zu den großen historischen und touristischen...

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Les Quatre-Bras de Baisy-Thy: Die erste Schlacht zwischen Briten und Franzosen

Nur wenige Kilometer von Ligny entfernt wird die Kreuzung der Quatre-Bras in Baisy-Thy zum Schauplatz der ersten Schlacht der Sommeroffensive zwischen Briten und Franzosen - gewissermaßen das Vorspiel der großen Schlacht von Waterloo.

Während die französisch–preußische Schlacht von Ligny am 16. Juni 1815 mit einem wenig ruhmreichen Sieg der Franzosen endete, gab es bei der gleichzeitig stattfindenden Schlacht von Quatre-Bras de Baisy-Thy, bei der sich Franzosen und Engländer gegenüber standen, keinen wirklichen Sieger - wie eine Art Vorspiel zu der großen Schlacht von Waterloo.

Das Schlachtfeld wurde übrigens niemals unter Denkmalschutz gestellt, es wurde nur mit einigen Denkmälern gekennzeichnet, wie z.B. dieser großen Säule, die im Jahre 1890 zu Ehren des Herzogs zu Braunschweig und Lüneburg errichtet wurde, der getötet wurde, als er die von Panik ergriffenen jungen Soldaten zu beruhigen versuchte.


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Nivelles: die Wiege der Karolinger

A douze kilomètres des Quatre-Bras, Nivelles exhibe fièrement une collégiale de style ottonien et roman tardif, rappelant que la ville fut, au VIIème siècle, l’un des berceaux de la dynastie carolingienne.

 

Zwölf Kilometer von Quatre-Bras entfernt erhebt sich Nivelles mit seiner Stiftskirche im ottonischen und spätromanischen Stil, die daran erinnert, dass die Stadt im 7. Jahrhunder eine der Wiege der karolingischen Dynastie war.

Es war Itte d'Aquitaine, die Ehefrau von Pippin von Landen - dem fränkische Hausmeier in Austrien und Vorfahren Karls des Großen - der um 650 eine Abtei gründete, die sie ihrer Tochter, Gertrud von Nivelles anvertraute.

Die Stadt, die noch immer von dem Stundenschläger von Jean de Nivelles überragt wird, wurde beim zweiten Weltkrieg besonders stark von den Bombardierungen zerstört, dennoch findet man noch heute zahlreiche Überreste der großen Augenblicke, die die Stadt im Laufe ihrer Geschichte erlebte. Seine besonderen Charakter erhält Nivelles durch die zahlreichen folkloristischen und gastronomischen Veranstaltungen, die fest in der Stadtgeschichte verankert sind und von ihren Bewohnern mit Begeisterung gepflegt werden.

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Die Ferme du Caillou in Vieux-Genappe: Napoleons letztes Hauptquartier


In der Ferme du Caillou, im Norden des Städtchens Genappe schlug Napoleon in der Nacht vom 17. auf den 18. Juni 1815 sein letztes Hauptquartier auf.

Nachdem Napoleon, noch immer auf den Fersen der Engländer, das Schloss in Fleurus verlassen hatte, errichtete er in der Nacht vom 17. auf den 18. Juni 1815 sein Hauptquartier in der Ferme du Caillou , einem kleinen Weiler von Vieux-Genappe.

Die ganze Nacht über wird dort eine Aufregung ohnegleichen herrschen. Obwohl dieser Bauernhof am Abend der Schlacht in Brand gesteckt wurde, findet man hier heute ein interessantes Museum zu Ehren Napoleons. Zu den Ausstellungsstücken zählen eines seiner Klappbetten, seine Totenmaske, eine Haarsträhne, einige persönliche Gegenstände sowie zahlreiche auf dem Schlachtfeld gefundene Überreste.

Ein Beinhaus im Garten birgt menschliche Gebeine, die auch heute noch auf dem Schlachtfeld gefunden werden. Diese Knochen mischen sich mit den Knochen der ungefähr 10.000 Pferde, die bei der Schlacht getötet wurden.


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Ferme du Caillou, Napoleons letztes Hauptquartier (VIEUX-GENAPPE)

Ferme du Caillou, Napoleons letztes Hauptquartier
© Olivier - TLM Photography.be

Tauchen Sie ein in die Weltgeschichte und besichtigen Sie Napoleons letztes Hauptquartier, das einst in dem 1757 erbauten Bauernhof "Ferme du Caillou" untergebracht war....

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Braine-l'Alleud: Der Löwenhügel überragt das Schlachtfeld

Zwischen den Gemeinden Braine-l'Alleud, Genappe, Lasne und Waterloo erstreckt sich das Schlachtfeld von Waterloo, das von einem majestätischen Hügel überragt wird, auf dem ein nicht minder majestätischer gusseiserner Löwe thront, der ein Symbol des holländischen Beitrags zum englisch-preußischen Sieg ist. 

Das Schlachtfeld von Waterloo

Das Schlachtfeldvon Waterloo erstreckt sich über 2500 Hektar, die gesäumtm sind von Feldern, Hügeln und Tälern, um die Worte Victor Hugos zu zitieren.

Am 18. Juni 1815 standen sich hier knapp 300 000 Soldaten aus ganz Europa gegenüber, um hier die seit 20 Jahren schwelenden Kriege zu beenden. Das Schlachtfeld, das unter besonderem Denkmalschutz steht, birgt zahlreiche beeindruckende Überreste der Schlacht, die der Herrschaft Napoleon Bonapartes ein für alle Mal ein Ende setzte.

In der Folge entwickelte sich das Schlachtfeld von Waterloo zu einem wichtigen Ort des . Es heißt, hier sei das Konzept der Tour-Operator und der Mail-Coaches entstanden, die Besucher aus London, Ostende, Gent oder auch Brüssel brachten.

Zahlreiche Legenden ranken sich um diesen Ort und inspirierten Schriftsteller wie Victor Hugo, Walter Scott, Lord Byron, Alexandre Dumas, Stendhal oder Thackeray.

Hameau du Lion

Am nördlichen Kamm des Schlachtfeldes zwischen Braine-l'Alleud und Waterloo hat sich der Weiler Hameau du Lion zu Füßen des Löwenhügels im Laufe der Jahrhunderte zu einem wichtigen touristischen, historischen und kulturellen Zentrum der Wallonie entwickelt. Anlässlich der baldigen Gedenkfeier zum zweihundertjährigen Jahrestag der Schlacht von Waterloo  wird der Ort zur Zeit durch umfassende Instandsetzungsarbeiten neu aufgewertet. Auch soll an dieser Stelle ein neues Denkmal errichtet werden.

Am Fuße des berühmten Hügels, dort, wo der Fürst von Oranien verletzt wurde entsteht derzeit ein Denkmal, das mithilfe moderner szenographischer Techniken nicht nur die großen Phasen der Schlacht in Erinnerung ruft, sondern auch das geschichtliche Umfeld und die Konsequenzen. Zugänglich ist es über eine Rampe mit 24 Stahlstelen, die die Namen der Regimente tragen, die sich hier am 18. Juni 1815 gegenüberstanden.

In der Umgebung werden mehrere historische Bauernhöfe, wie Mont-Saint-Jean und Hougoumont restauriert und in Szene gesetzt. Hier wird vom 18. bis zum 21. Juni 2015 das größte Biwak des Kaiserreiches aufgeschlagen, das jemals in Europa nachgebildet wurde. Knapp 5000 Statisten werden erwartet.

Auch das Panorama der Schlacht von Waterloo

Maison du Tourisme de Waterloo (WATERLOO)

Maison du Tourisme de Waterloo
© OPT / Alex Kouprianoff

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Waterloo : Das Wellington-Museum und mehr als 100 Waterloos auf der ganzen Welt

Hier in einer Herberge im Herzen des Dorfs Waterloo errichtete Wellington vom 17. bis 19. Juni 1815 sein Hauptquartier. Dies ist der Grund, welshalb die Schlacht nach dem Dorf Waterloo benannt wurden. Weltweit gibt es 124 Waterloos.

Nach der Schlacht von Quatre-Bras schlug Wellington vom 17. bis 19. Juni 1815 mitten im Dorf Waterloo in dem Gasthof Bodenghien sein Hauptquartier auf. Hier verfasste er seinen Siegesbericht, den er „Sieg von Waterloo“ nannte. Auf Kosten von Mont-Saint-Jean, Plancenoit oder Belle-Alliance, wie andere Kämpfer diesen Sieg gerne genannt hätten.

Doch auch Napoleon benannte die Schlachten vom 18. Juni 1815 nach dem Dorf Waterloo und verlieh diesem kleinen Dorf im Schatten des Soignes-Waldes eine universelle Bekanntheit.

Seitdem birgt dieses große,1705 erbaute Gebäude ein bemerkenswertes Museum)$