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Zur Geschichte des Karnevals in der Wallonie

 

Der wohl bekannteste Karneval der Wallonie wird in Binche gefeiert. Seinen Ursprung hatte er bereits im 16. Jahrhundert und gehört seit 2003 sogar zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO.

 


© WBT - Alex Kouprianoff

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                          

Drei Tage lang hält der carnaval die Stadt in Atem und erreicht seinen Höhepunkt am mardi gras. Dann ziehen die mehr als 900 Gilles in ihren farbenprächtigen, mit Wappen, Bändern und Rüschen verzierten Kostümen durch die Innenstadt und beschenken die weit über 100.000 Zuschauer mit Apfelsinen. Dieser Brauch soll die Kälte des Winters vertreiben und die wärmende Sonne herbei beschwören. Höhepunkt ist der vielbejubelte danse des gilles auf dem Grand’Place im Stadtzentrum. Ein weiteres Highlight bildet der prunkvolle Fackelumzug am Abend.


Auf das 15. Jh. blickt die Tradition des „Cwarmè“ in Malmedy zurück. Am Karnevalssamstag übernimmt der Troûv’le die Herrschaft. Während der großen Karnevals¬parade können die Zuschauer u.a. die bânes corantes bestaunen, die mit langen Holzstangen (den sog. Haguètes) auf neckische Weise nichtsahnende Personen einfangen und nach einer „Bitte um Verzeihung“ wieder freilassen. Zum Abschluss der tollen Tage wird am Dienstagabend die Haguète, die Symbolfigur des Malmedyer Karnevals verbrannt.


Am Aschermittwoch ist in der Wallonie nicht alles vorbei, denn dann wird Stavelot von weißgekleideten Figuren mit Masken und langen roten Nasen, den Blancs Moussis, heimgesucht. Während der großen Konfettiparade ziehen sie in ihren weißen Kapuzengewändern und Masken durch die Stadt und traktieren die Zuschauer zum Spaß mit aufgeblasenen Schweinsblasen.